Was Peppa Wutz deinen Kindern wirklich beibringt


In der heutigen Zeit empören sich viele Eltern über das schlechte Benehmen ihrer Kinder und den mangelnden Respekt gegenüber Erwachsenen.

Insbesondere die älteren Generationen fragen sich, warum die Erziehung der Kinder so aus dem Ruder läuft, wie es zahlreiche Fälle immer wieder belegen. Nicht wenige Eltern sind ratlos, wenn ihre Kinder in der Öffentlichkeit nicht auf sie hören, ein "Nein" nicht akzeptieren oder anderen Menschen körperlich und verbal wehtun. So manch ein Erwachsener gibt in so einer Situation schnell nach und dann erhält das Kind bei ausreichendem Jammern und Schreien doch das ersehnte Spielzeug oder darf noch eine Stunde länger aufbleiben. Doch woher haben die Kinder dieses Verhalten?

Noch vor einigen Jahrzehnten benahm sich der Nachwuchs ganz anders. Mittlerweile beschäftigt sich auch die Wissenschaft mit der Frage nach einer bestmöglichen gesunden Erziehung. Denn es sind nicht nur die Kinder, die sich ändern müssen, sondern häufig auch die Eltern. Alles was den Kindern im Laufe ihres Alltages begegnet, kann sie nachhaltig prägen.

"Peppa Wutz" ("Peppa Pig" im englischen Original) ist eine britische Kinderserie, die insbesondere bei kleinen Kindern sehr beliebt ist. "Peppa" ist ein lebenslustiges Ferkel in rotem Kleidchen. Als Hauptfigur sorgt Peppa mit ihren Kulleraugen immer für gute Laune und viel Lachen. Aber die Freude ist meist von kurzer Dauer.

Wenn Kinder wie Erwachsene schimpfen

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Es bleibt nicht nur bei einem unverständigen Blick oder einem kompromisslosen Arme-Verschrenken. Kinder wenden immer häufiger vulgäre Begriffe an, um ihren Willen durchzusetzen. Leider treffen sie dabei allzu oft einen wunden Punkt der Eltern und bekommen was sie wollen. Aus Scham vor den Kraftausdrücken ihrer Kinder, geben Eltern regelmäßig nach.

Eltern sind nicht selten schockiert, wenn ihr Kind die Schimpfwörter des kleinen Ferkels nachahmt und das schlechte Benehmen aus der Kinderserie kopiert. Der Einfluss der Serie Peppa Wutz auf das Benehmen von Kleinkindern wurde sogar von Wissenschaftlern der Harvard Universität untersucht.

Wenn Reden nichts mehr bringt

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Es ist mehr als natürlich, als Reaktion auf schlechtes Benehmen mit den eigenen Kindern zu schimpfen. Doch was ist, wenn diese einfach nicht auf ihre Eltern hören wollen und stattdessen immer mehr Unsinn treiben? Viele Eltern sind ratlos, woher die Kinder all ihre Flausen herhaben, insbesondere, wenn die Eltern selbst sehr vernünftig aufzutreten versuchen.

Die Universitäts-Studie ergab, dass allein das Anschauen der Kinderserie einen erheblichen Einfluss auf das Verhalten von Kindern ausübt. Demnach sollen Kinder, die sich Peppa Wutz anschauen, viel häufiger fluchen und sich im Allgemeinen schlechter benehmen. Zudem zeigen diese Kinder weniger Respekt gegenüber Erwachsenen.

Die Harvard Studie hat ergeben, dass das Schauen von Peppa Wutz einen wesentlichen Einfluss auf das Benehmen von Kindern hat. Kinder, die Peppa Wutz schauen, fluchen mehr, zeigen weniger Respekt gegenüber Erwachsenen und benehmen sich allgemein schlechter.

Die Kinder als Spiegelbild ihrer Umwelt

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Auf das richtige Umfeld der Kinder zu achten ist essentiell, um eine gesunde geistige Entwicklung zu garantieren. Doch nicht nur das Verhalten der Eltern, der engeren Verwandten oder der Freunde spielt hierbei eine Rolle. Das Umfeld der Kinder besteht aus zahlreichen weiteren Faktoren, die leicht übersehen werden.

Die Nachahmung ist eine grundlegende Form, durch die Kleinkinder lernen. Insbesondere kleine Kinder können dabei nicht unterscheiden, was das echte Leben und was beispielsweise nur ein Film ist. Potentiell imitieren sie einfach alles, was sich vor ihnen zuträgt. Also auch das, was im Fernsehen zu sehen ist.

Wenn Grimassen zum Alltag werden

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Wer kennt das nicht? Schnell stecken Kinder anderen ihre Zunge raus oder schneiden eine fiese Grimasse, um zu provozieren. Doch was passiert, wenn all diese Faxen auf einmal den eigenen Eltern oder Verwandten gewidmet sind? Schnell scheint es, als hätte man seine eigenen Kinder nicht mehr unter Kontrolle.

In der Kinderserie ist Peppa ein kleines verwöhntes Mädchen. Zu ihren Eltern ist sie frech, sie räumt nicht gerne auf und hat im Allgemeinen nur Flausen im Kopf. Sie ist somit also kein gutes Vorbild, welches man seinen Kindern geben möchte.

Wo ist nur der Fußboden geblieben?

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Wer mochte als Kind schon gerne aufräumen? Es war immer ein notwendiges Übel und eher ein Mittel zum Zweck. Doch heutzutage müssen Kinder immer weniger helfen. Es fehlt ihnen die Chance zu lernen, wie man Verantwortung übernimmt und seinen Alltag strukturiert.

Peppa und ihr Bruder George sollen in einer Folge ihr Zimmer aufräumen. Das tun sie auch, aber verwandeln es im Nachhinein wieder in einen Schweinestall. Doch besonders bedauernd ist, dass ihr Fehlverhalten, wie sehr häufig, ohne Konsequenzen bleibt. Die Ansichten der Zuschauer, alles sei so in Ordnung, wird dadurch, dass Peppas Eltern alles durchgehen lassen, nur noch bestärkt.

Wenn der Fernseher zum neuen besten Freund wird

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Der Fernseher ist aus den modernen Haushalten nicht mehr wegzudenken. Es gibt kaum eine Wohnung, in der am Abend kein Bildschirm flimmert. Doch was genau eigentlich und insbesondere subtil durch das Fernsehprogramm vermittelt wird, das erkennen Eltern meist zu spät.

Die Wissenschaftler, die diese Harvard Studie durchführten, empfehlen den Eltern darauf zu achten, was ihre Kinder im Fernsehen schauen. Manche Sendungen, wie etwa Peppa Wutz, sollten den Kindern einfach nicht gezeigt werden.

Nichts für Kinderhände

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Viele Eltern wissen gar nicht, was ihre Kinder so alles treiben, wenn sie unbeobachtet sind. Auch Kleinkinder lernen unheimlich schnell und wollen natürlich nur das, was ihnen am meisten Spaß macht. Doch ist dies auch immer das Beste für die Entwicklung des Kindes?

Wenn du nicht möchtest, dass kleine Kinder ein Vorbild wie Peppa Wutz haben, solltest du diese Serie aus dem Programm deiner Kinder streichen.

Teile diesen Artikel, wenn du möchtest, dass Eltern besser darauf achten, was ihre Kinder konsumieren und auch unbewusst aufnehmen.