Liebe Eltern - so begleiten Sie Ihr Kind richtig durch die Pubertät


Die Pubertät ist für viele Eltern schon Jahre voraus der absolute Horror, vor dem sie sich fürchten. Sie fragen sich: Wird mir mein Kind entgleiten? Kommt es vielleicht mit falschen Freunden in Kontakt? Wird es rebellieren? All das kann man natürlich nie zu 100% ausschließen oder im Voraus wissen - doch man kann einiges dafür tun, dass Eltern und Kinder gemeinsam die Pubertät überstehen, denn sie ist ein wichtiger Schritt für die Entwicklung des Kindes zum Erwachsenen.

Die Pubertät - Wenn die Abnabelung von den Eltern beginnt

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Irgendwann werden Puppen und Spielzeugautos uncool, irgendwann beginnen Kinder, sich psychisch von den Eltern abzugrenzen, nicht mehr so viel zu erzählen und plötzlich viel öfter "ihr eigenes Ding" zu machen. Das sorgt bei vielen Eltern für Frust, ist aber ganz normal und auch sehr wichtig. Daher gilt: Kommen Sie nicht direkt mit Verboten um die Ecke, sondern lassen Sie Ihrem Sprössling die Chance, eigene Erfahrungen zu machen. Natürlich haben die Eltern ein Mitspracherecht, wenn es um das Thema Zigaretten oder Sex geht, allerdings müssen Kinder beginnen, ihre Entscheidungen selbst zu treffen - da gehört es auch einmal dazu, Fehler machen zu dürfen und danach aus ihnen zu lernen.

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Auch, wenn das Kind das erste Mal nach einer Party betrunken und viel zu spät nach Hause kommt, vergessen Sie nicht: Auch Sie waren einmal jung! Das Beste, was Eltern tun können, ist, eine emotionale Stütze für Ihre Kinder zu sein, die stets gute Ratschläge parat hat, ohne sie dem Kind aufzudrängen - und die auch einmal Tränen trocknet, wenn der erste Liebeskummer ansteht.

Wenn Kinder plötzlich nichts mehr erzählen und sich abgrenzen - wie geht man damit richtig um?

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Meistens beginnt es ab etwa 11 bis 12 Jahren: Plötzlich reden die Kinder immer weniger mit ihren Eltern über das, was sie beschäftigt, sondern wenden sich stattdessen an ihre Freunde. Für Eltern ist das oft schwer zu begreifen: Sie versuchen, trotzdem noch an die kurzen Gespräche anzuknüpfen und fragen ihr Kinder weiter, was sie gerade beschäftigt. Hier sind Trotzreaktionen keine Seltenheit: Der Sohn oder die Tochter fordert plötzlich Privatsphäre und kommt vielleicht sogar mit einem "Das geht dich gar nichts an!" um die Ecke.

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So weit muss man es nicht kommen lassen, wenn man schon zuvor mit seinem Kind eine möglichst offene Kommunikation pflegt und stets vermittelt, da zu sein, wenn es mit jemandem sprechen möchte. Verständnis und Vertrauen spielen hier die wichtigste Rolle - Kinder, die sich angenommen und verstanden fühlen, sind auch eher bereit dazu, ihre Eltern weiterhin in ihre Planungen und Gedanken einzubeziehen. Lassen Sie Ihrem Sprössling aber ruhig seine Geheimnisse.

Das Vertrauen zwischen Eltern und Kindern stärken ist wichtig

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Nicht wenige Eltern tun sich schwer damit, ihr Kind "loszulassen", wenn die Pubertät beginnt. Vielleicht hat die einzige Tochter plötzlich ihren ersten Freund und der Papa ist plötzlich nicht mehr der Held Nummer Eins - für viele Väter ist das schmerzhaft, aber auch eine Lernerfahrung. Am besten übersteht man diese schwierige Phase, indem man dem Kind weiterhin Vertrauen entgegenbringt, es nicht aushorcht und akzeptiert, wenn es einmal nicht reden oder lieber mit seinen Freunden losziehen möchte als den Abend mit den Eltern zu verbringen.

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Natürlich dürfen und sollen Eltern trotzdem auf feste Regeln bestehen: Wird beispielsweise vereinbart, dass das Kind um 22 Uhr zu Hause sein muss, muss das auch vom Sohn oder der Tochter eingehalten werden. Dies gestaltet sich einfacher, indem Sie nicht gegen die Wünsche Ihres Kindes arbeiten, sondern ihm unterstützend zur Seite stehen - vielleicht bieten Sie ja an, es von der Party abzuholen, damit es nicht für den Bus fahren muss. Durch solche Situationen ergeben sich für beide Seiten Vorteile: Die Eltern machen sich keine Sorgen, die Kinder spüren, dass die Eltern sie verstehen und ihnen ihren Spaß lassen.