Fürsorgliche Eltern oder bereits Helikopter-Eltern?


Gehörst du zu den sogenannten Helikopter-Eltern? Das sind Eltern, die übertrieben ängstlich jeden Schritt ihrer Kinder überwachen und sich in alle kindlichen Belange einmischen. Sie wollen in jeder Situation perfekt sein und selbst kleinste Fehler vermeiden. Helikopter-Eltern können es nicht ertragen, dass ihre Kinder unzufrieden und traurig sind oder sich einfach nur langweilen. Wie ein Helikopter kreisen diese Eltern ständig über ihren Kindern und achten auf jede Reaktion. Ihre Töchter und Söhne dürfen keine eigenständigen Entscheidungen treffen. Die Eltern kontrollieren nicht nur das schulische Leben der Kinder, sondern sämtliche Aktivitäten in der Freizeit.

Sogar die Freundschaften des Nachwuchses werden überwacht. Obwohl Helikopter-Eltern ihre Kinder lieben, erdrücken sie sie regelrecht mit ihrer übertriebenen Fürsorge und Kontrolle. Diesen Kindern fällt es schwer, eigenständige Teenager und Erwachsene zu werden. Damit Kinder gut behütet aufwachsen und dabei gleichzeitig Selbständigkeit lernen können, müssen Eltern ihr eigenes Verhalten von Zeit zu Zeit hinterfragen. Zwischen gut gemeinter Aufmerksamkeit und schädlichem Kontrollzwang sollten Eltern unterscheiden können.

Kinder lernen Neues im häuslichen Alltag 

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Zusatzkurse in der Freizeit fördern Kinder in der Entwicklung ihrer Talente. Mache dir keine Sorgen, wenn du dir solche Kursangebote nicht leisten kannst. Auch zu Hause im Alltag lernen Kinder viel Neues. Helikopter-Eltern geht es nicht um die kindliche Entwicklung, sondern um Leistung und Erfolge, die sie anderen vorführen können.

Unordnung beseitigt nicht die gute Fee 

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Glaubt deine Familie, dass nachts die gute Fee das Haus aufräumt, die Toilette putzt und die Wäsche wäscht? Ändere das und fordere deine Kinder auf, selbst Ordnung zu halten und sauber zu machen. Erziehe deine Kinder zu verantwortungsvollen Erwachsenen, die mit ihrem Partner gleichberechtigt den gemeinsamen Haushalt führen können.

Kinder können sich alleine anziehen 

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Lässt du dein Kind selbst entscheiden, welche Kleidung es trägt? Oder zwingst du es in Regenkleidung, weil es vielleicht regnen könnte? Unpassende Kleidung kann unangenehm sein. Diese Lernerfahrung machen nur Kinder, die sich am Kleiderschrank frei entscheiden dürfen. Im späteren Alter brauchen sie niemanden, der ihnen die passenden Socken bereit legt.

Nicht alle Lehrer sind sympathisch 

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Wenn dein Kind den Lehrer nicht mag oder mit dessen Unterrichtsmethoden nicht klar kommt, suche nach Lösungen. Ermuntere dein Kind, sich im Unterricht zu beteiligen und nachzufragen. Schau, welche Stärken es hat und wie es sich besser im Unterricht einbringen kann. Keinesfalls solltest du die Hausaufgaben deines Kindes übernehmen!

Hausaufgaben sind Sache des Kindes 

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Achte darauf, die Grenzen bei der Hausaufgabenhilfe einzuhalten. Du darfst Hilfestellungen geben, solltest jedoch niemals Aufgaben komplett lösen, um eine bessere Note zu ermöglichen. Macht das Kind bei einer Aufgabe etwas falsch, gib ihm die Chance den Fehler zu korrigieren. Entwickele eine ruhige Lernroutine gemeinsam mit dem Kind.

Kinder dürfen sich dreckig machen 

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Auf dem Spielplatz wird nicht nur gespielt. Es wird gezankt, geschwitzt, mit Dreck geworfen. Bist du die Mutter, die dort ständig hinter dem Kind herläuft und es ermahnt, vorsichtig zu sein und sich nicht schmutzig zu machen? Entspanne dich. Dreck und Schweiß lassen sich leicht mit Wasser und Seife wieder abwaschen.

Wer sammelt die vielen Kuscheltiere? 

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Deine Tochter liebt Kuscheltiere. Aber muss sie wirklich Dutzende davon haben? Möglicherweise übertreibst du es mit solchen Geschenken, weil du selbst gerne Kuscheltiere und andere Dinge sammelst. Lehre dein Kind, dass es nicht selbstverständlich ist, diese teuren Geschenke zu bekommen. Erkläre ihm, dass du für diese Dinge hart arbeiten musst.

Enttäuschungen gehören zum Leben 

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Jedes Kind muss lernen, auch negative Gefühle wie Enttäuschung und Frust auszuhalten. Ein zerbrochenes Spielzeug, ein Streit mit einem Freund oder eine Differenz mit dem Klassenlehrer können dein Kind traurig machen. Frage dich, wie du es trösten kannst. Überteuerte Geschenke, Frustessen oder böse Briefe an den Lehrer sind kein guter Trost.

Zu viel Kontrolle ist schädlich

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Viele Eltern sagen: „Ich kontrolliere mein Kind nicht. Ich mache mir nur Sorgen und kümmere mich!" Nicht immer ist das, was Eltern gut meinen tatsächlich förderlich für ihr Kind. Wer es mit der Fürsorge und Kontrolle übertreibt, lässt dem Kind nicht genug Raum für eine freie Entwicklung zur Selbständigkeit.

Gut mit dem Lehrer zusammenarbeiten 

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Das Kind hat Probleme in der Schule. Es ist richtig und wichtig, sich mit dem Lehrer darüber auszutauschen. Mache dem Lehrer keine Vorwürfe und gib ihm nicht die Schuld an den Problemen deines Kindes. Arbeite mit dem Lehrer zusammen und versuche mit ihm gemeinsam Ursachen und Lösungen zu finden.

Zeige anderen Eltern, wie sie die Grenze zwischen Fürsorge und Kontrollzwang besser erkennen können und empfehle ihnen diesen Artikel.