Erziehung nach den Prinzipien von Maria Montessori


Eltern fragen sich immer wieder, wie sie ihr Kind am besten erziehen können. Natürlich möchtest Du Dein Kind nicht zu sehr einengen, aber bei zu viel Freiraum könnte es auch passieren, dass sich Dein Kind zu einem weniger sympathischen Menschen entwickelt. Damit Dein Kind sich bestmöglich und sich seinen individuellen Bedürfnissen nach entwickeln kann, hat Maria Montessori zu Beginn des 20. Jahrhunderts neue Erziehungsmethoden vorgestellt. Diese Methoden entsprechen den vorherigen kaum noch und setzen ein vollständig neues Bild vom Kind als Menschen in den Fokus.

Bis zur pädagogischen Revolution von Montessori wurden Kinder wie Erwachsene behandelt. Der Unterschied lag lediglich darin, dass die Kinder in einem kleineren Körper lebten. Mit ihrer selbst entwickelten Montessori-Methode wird Eltern und Erziehern oder Lehrern dabei geholfen, eine kindgerechte Erziehung durchzuführen. Der Kern dieser Erziehungsrevolution liegt in der Orientierung an den Kindern und deren selbstständiger Entwicklung. Der Aufbau der Prinzipien wird Dir nun genau erklärt.

Die Umgebung als Lernraum 

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Kinder sind sehr aufmerksam. Sie lernen primär aus den Vorgängen und Geschehnissen innerhalb ihrer Umgebung. Sie nehmen Deine Aussagen genau auf, beobachten exakt und ziehen daraus ihre Schlüsse.

Viel Kritik führt zum Kritiker 

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Wenn Du ein Kind stets auf seine Fehler oder falsch gelösten Aufgaben hinweist, lernt es, dass dies normal ist und tut es Dir gleich. Es nimmt dann nur das Schlechte im Menschen wahr.

Lob sorgt für Wertschätzung 

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Wenn Du das Kind auf positive Taten und Erlebnisse hinweist, lernt es die positiven Dinge zu sehen und verteilt selbst gern Lob. Das Gute wird wahrgenommen.

Abweisung führt zum Kämpferischen 

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Erfährt das Kind oft Abweisung, lernt es sich durchzusetzen. Es weiß somit, dass Kämpfen manchmal notwendig ist, um Aufmerksamkeit zu erfahren und wahrgenommen zu werden.

Ehrlichkeit führt zu Gerechtigkeit 

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Wenn Du Dein Kind immer ehrlich behandelst und ihm stets die Wahrheit sagst, lernt es auch selbst ehrlich zu sein. Es wird ein Gefühl für Gerechtigkeit entwickelt und zur Anwendung bringen.

Auslachen führt zum Rückzug 

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Wird ein Kind bei fehlerhaften Taten oder Aussagen ausgelacht, kann dies schwerwiegende Folgen für das Selbstbewusstsein und seine psychische Verfassung haben. Es zieht sich zurück und traut sich nicht mehr zu erzählen.

Sicherheit führt zu Vertrauen 

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Fühlt sich ein Kind bei Dir sicher und geborgen, sorgt dies für die Ausbildung eines Gefühls von Vertrauen und Nähe anderen gegenüber. Es teilt seine Gefühle und Sorgen mit Dir.

Verachtung erzeugt Schuldgefühle 

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Wird ein Kind während des Aufwachsens oft mit Verachtung konfrontiert, hält es sich für den Schuldigen für alles Schlechte und es zieht sich zurück. Diese negative psychische Entwicklung gilt es dringend zu vermeiden.

Ermutigung zum Selbstbewusstsein 

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Wenn Du Dein Kind ernst nimmst und es dazu bringst, seine Gedanken mitzuteilen, entwickelt sich ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein. Dieses kann in vielen späteren Lebenssituationen erforderlich werden.

Entgegenkommen führt zu Geduld 

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Wenn Du dafür sorgst, dass das Kind bestmöglich wahrgenommen wird und möglichst oft auf es eingeht, lernt es daraus. Es entwickelt sich ein Wissen über die notwendige Notwendigkeit von Zurückhaltung und Geduld.

Unterstützung führt zu Selbstsicherheit 

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Wird das Kind in seinen Taten und Denkweisen von Dir unterstützt, führt dies zu einer eigenen Sichtweise auf die Welt. Dein Kind lernt, selbstsicherer zu sein und seine Denkweisen zu teilen.

Eine angenehme Atmosphäre führt zu Liebesfähigkeit 

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Erzeuge möglichst eine angepasste und ruhige Atmosphäre im Umfeld des Kindes. Das Gefühl, gebraucht zu werden, sorgt für die Entwicklung des Wissens darüber, liebenswürdig zu sein. Nur so erwidert auch das Kind die Liebe.

Mach Dich nicht über das Kind lustig 

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Wenn Du schlecht über Dein Kind sprichst, kann das gravierende Folgen für seine Entwicklung haben. Deshalb ist dies in seiner An- aber auch in seiner Abwesenheit zu vermeiden.

Gutes erweckt das Gute 

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Das Kind lernt aus Deinen Taten. Wenn Du in seiner Gegenwart nur Gutes tust, so lernt es dies als richtig wahrzunehmen. Die Entwicklung von Gedanken über böse Taten wird so vermieden.

Höre zu! 

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Kinder haben ein immerwährendes Mitteilungsbedürfnis. Es ist wichtig, dass ihnen zugehört wird. Du solltest auf alles eingehen, was das Kind dir sagt, egal ob es Fragen, Wünsche oder Antworten sind.

Respekt gegenüber dem Kind 

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Kinder wissen meist selbst, wenn sie einen Fehler gemacht haben. Deshalb gilt es immer, ruhig und respektvoll ihnen gegenüber aufzutreten. Dann werden sie ihren Fehler von allein beheben.

Helfe nur, wenn dies nötig ist 

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Kinder wollen meist selbst ein Entdecker auf der ihnen unbekannten Welt sein. Deshalb solltest Du ihnen nicht alles von Dir aus erklären. Hilf ihnen nur, wenn sie Dich nach deinem Wissen fragen.

Wissen führt zum Gefühl der Kontrolle 

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Die grundlegenden Funktionsweisen einer Familie oder Gesellschaft sollten dem Kind möglichst früh nahegebracht werden. Es fühlt sich dann sicher und autonom in seinen Handlungen.

Der Wille zum Besten 

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Erkläre dem Kind, dass es nicht darauf ankommt, immer der oder die Beste zu sein. Es ist wichtig, sich immer Mühe zu geben und das Beste zu versuchen. Dies solltest Du dem Kind deutlich machen.

Lass das Kind handeln 

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Kinder lernen vor allem aus ihrem eigenen Handeln. Lass sie deshalb probieren und selbst entdecken. Kläre sie dann darüber auf, wie bestimmte Dinge praktiziert oder Benutzt werden.

Die Lehren Montessoris sind sicherlich nicht vollständig problembefreit, dennoch können sie Personen in einer erziehenden Funktion dabei helfen, die Entwicklung der Kinder zu fördern.