Diese Baby-Tipps unserer Großeltern sollten wir besser nicht befolgen


Nach der Geburt eines Babys kommen auf die frischgebackenen Eltern eine Menge Aufgaben und Verpflichtungen zu. Vor allem beim ersten Kind ist es nicht ganz leicht, in die verantwortungsvolle Rolle der Eltern hereinzuwachsen. Unsicherheiten und Ratlosigkeit sind in dieser Zeit völlig normal und treffen vermutlich jedes Elternpaar. Rat gibt es bei den Freunden, bei der Familie und auch bei anderen Eltern, die diese Erfahrung bereits erfolgreich gemeistert haben. Vor allem die Großeltern der Neugeborenen sind Ansprechpartner Nummer eins, denn sie sind Vertrauenspersonen und haben schließlich die eigene Erziehung gut gemeistert.

Viele Tipps der eigenen Eltern sind wirklich hilfreich, jedoch gilt das nicht für jeden Ratschlag. Wissenschaftler merken an, dass die großelterlichen Ratschläge leider nicht mehr ganz dem Stand der aktuellen Forschung entsprechen. Viele Ansichten sind veraltet oder Irrtümer, die sich auch nach Jahrzehnten noch hartnäckig halten. Das kann die Pflege des Babys nicht nur erschweren, sondern auch zur ernsthaften Gefahr werden.

Mit Pucken einem Sichelfuß vorbeugen 

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Früher war das Pucken sehr beliebt bei den Eltern, den es galt als Vorbeugungsmaßnahme gegen einen Sichelfuß. Doch längst warnen Kinderärzte davor, dass Pucken zu einer Hüftdysplasie führen kann. Babys können lediglich gepuckt werden, wenn sie nicht gut einschlafen können, denn dann hat die Wickeltechnik eine beruhigende Wirkung.

Möglichst viel Wärme im Haus 

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Wärme ist für ein Baby natürlich wichtig, jedoch sollte es auf keinen Fall zu warm im Haus sein, um eine gefährliche Überhitzung zu vermeiden. Die optimale Temperatur für das Babyzimmer liegt zwischen 15 und 20 Grad Celsius. Unter diesen Bedingungen kann ein Baby gut schlafen und auch die Nasenschleimhaut bleibt feucht, was eine gute Atmung gewährleistet.

Der süße Schnuller zur Beruhigung 

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Noch immer befindet sich der Tipp im Umlauf, Baby's Schnuller in etwas Süßes wie Honig zu tunken, um es zu beruhigen. Ärzte sprechen sich jedoch aus verschiedenen Gründen dagegen aus. Zum einen ist es sehr schlecht für die Zähne. Zum anderen enthalten Süßigkeiten viele Allergene, die bei einem Baby zu schlimmen Reaktionen führen können.

Decke und Kissen im Bett 

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Immer wieder befinden sich Kissen, Decken und Spielzeuge in Babybetten wieder. Leider können die zur echten Gefahr werden und zum Erstickungstod führen. Demnach sollte ein Baby unbedingt ohne Decke und Kissen schlafen. Ist es zu kalt im Raum, ist wärmere Kleidung die bessere Alternative.

Auf dem Bauch schlafen 

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Ein Baby auf dem Bauch schlafen zu lassen, um eine Erstickung zu verhindern, ist noch immer ein üblicher Irrtum. Inzwischen ist klar, dass diese Schlafposition deutlich gefährlicher ist, denn sie kann Überhitzung verursachen und die Atmung erschweren. Besser ist es, ein Baby auf den Rücken oder auf die Seite zu legen.

Absolute Ruhe beim Schlafen 

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Anders als für Erwachsene, ist es für Babys kein Problem, bei bestimmten Geräuschen fest zu schlafen. Ein sanftes Rauschen kann sogar dabei helfen, besser und schneller einzuschlafen. Wichtig ist nur, dass die Geräusche gleichbleibend sind und nicht lauter werden.

Füttern nach Plan 

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Immer wieder wird empfohlen, Babys nach einem festen Plan zu füttern oder zu stillen. Das ist jedoch für Mutter und Baby sehr anstrengend, denn nicht immer kommt der Hunger zur selben Zeit. Besser ist es, immer dann zu füttern oder zu stillen, wenn das Baby Hunger hat.

Früh mit fester Nahrung beginnen 

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Immer wieder hören Eltern Tipps, die sagen, dass sie bei ihrem Baby bereits mit vier Monaten mit fester Nahrung beginnen können. Kinderärzte raten jedoch stark davon ab. Allgemein wird empfohlen, ein Baby im Alter von sechs Monaten zum ersten mal mit etwas anderem als Milch zu füttern.

Tierische Milch statt Muttermilchersatz 

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Viele Eltern glauben, dass Muttermilchersatz viele Schadstoffe enthält und füttern ihre Babys deshalb mit Tierischer Milch. Das ist jedoch schädlich aus mehreren Gründen. Beispielsweise enthält tierische Milch Stoffe, die von den Nieren des Babys nicht verwertet werden können. Muttermilchersatz ist perfekt auf den Ernährungsbedarfs eines Säuglings angepasst und sollte deswegen die erste Wahl sein.

Auch, wenn Baby's Großeltern eine große Hilfe sind, sind auch sie nicht vor Irrtümern und falschen Informationen sicher. Deswegen ist es wichtig, diese Irrtümer aufzudecken und möglichst weiterzuverbreiten, damit auch andere Eltern aufgeklärt werden.