Blähungen beim Baby behandeln


Blähungen sind häufig der Grund dafür, dass das Baby anhaltend weint. Kein Wunder, es fühlt sich unwohl und hat Bauchweh. Beim Weinen gelangt Luft in seinen Bauch, so dass sich der Zustand verschlimmert. Wie sich Blähungen beim Baby erkennen lassen und was Eltern dagegen unternehmen können, erklärt der nachfolgende Artikel.

Symptome für Blähungen beim Baby

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Babys, die unter Blähungen leiden, weinen über einen längeren Zeitraum. Sie ziehen die Beine an. Betastet man vorsichtig die Bauchdecke, wirkt sie angespannt. Meist haben sie einen hochroten Kopf und verkrampfen am gesamten Körper, weil sie die Muskeln stark anspannen. Die Symptome treten im Allgemeinen einige Zeit nach einer Mahlzeit auf.

Ursachen für Blähungen

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Blähungen entstehen auf zweierlei Arten: Entweder enthält die Mahlzeit Lebensmittel beziehungsweise Inhaltsstoffe, die das Baby nicht verträgt. Dann kann es diese nicht richtig verdauen. Im Darm bilden sich Gase, die das Wohlbefinden des Babys beeinträchtigen. Oder das Baby schluckt während des Essens zu viel Luft. Das passiert, wenn es zu hastig gefüttert wird, wenn es Stress hat beziehungsweise zu große Happen auf einmal zu sich nimmt. In beiden Fällen können Eltern etwas gegen das Unwohlsein des Babys unternehmen und dagegen vorbeugen, dass es zur Entstehung neuer Blähungen kommt.

Blähungen mit sanften Mitteln behandeln

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Gegen wiederkehrende Blähungen werden in Apotheken Medikamente angeboten. Diese sollten jedoch nur in sehr schweren Fällen und unbedingt nach Rücksprache mit dem Kinderarzt verabreicht werden. Sie können nämlich Nebenwirkungen hervorrufen. Besser ist es, die Blähungen mit sanften Mitteln zu kurieren. Beispielsweise wussten schon unsere Vorfahren, dass die Wirkstoffe von Anis, Fenchel, Kümmel und Kamille gegen einen Blähbauch helfen. Es macht Sinn, dem Baby von diesen Kräutern einen Tee zu kochen. Am einfachsten funktioniert das mit Fertig-Teemischungen. Wer die Bestandteile selbst vermengen möchte, verwendet für einen halben Liter Wasser von jedem der Kräuter ein bis zwei Teelöffel. Die Bestandteile sollten aus ökologischem Anbau stammen. Wer sie im Garten erntet, achtet darauf, dass sie nicht chemisch behandelt wurden.

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Ein weiteres Mittel, das gegen Bauchkrämpfe durch Blähungen beim Baby hilft, ist Schwarzkümmelöl. Es kann als Massageöl verwendet werden. Man trägt drei bis fünf Tropfen auf die warmen Hände auf, verreibt das Öl und massiert sanft in kreisenden Bewegungen den Bauch des Kindes. Es ist darauf zu achten, dass die Umgebungstemperatur ausreichend warm ist. Bei Kälte verkrampfen die Muskeln, so dass die Bauchschmerzen schlimmer werden. Hat man kein Schwarzkümmelöl im Haus, kann auch ein anderes Massageöl fürs Baby verwendet werden. Will man das Baby nach dem Essen nicht entkleiden, führt man die Massage ohne Öl auf der Kleidung des Babys durch.

Der Entstehung neuer Blähungen vorbeugen

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Babys sollten ausschließlich die Nahrung bekommen, die für ihr Alter bestimmt ist. Anfangs kann der Stoffwechsel noch nicht alle Lebensmittel verdauen. Sofern erkennbar ist, dass das Baby nach bestimmten Brei- oder Gemüsesorten empfindlich reagiert, werden diese eine Weile ganz vom Speiseplan gestrichen. Ist das Kind etwas älter, verträgt es diese Sorten eventuell. Wenn nicht, kann eine Allergie vorliegen. Zur Diagnose derselben stehen dem Kinderarzt Untersuchungsmethoden zur Verfügung. Er wird auch die Therapie vornehmen.

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Damit es nicht erneut zu Blähungen beim Baby kommt, muss beim Füttern auf ein ruhiges Umfeld geachtet werden. Das Baby sollte beim Essen nicht abgelenkt werden. Lautstarke Unterhaltungen sind ebenso zu vermeiden wie der nebenbei laufende Fernseher oder das Radio. Eltern sollten ihr Kind niemals unter Zeitdruck füttern und zwischendurch kleine Pausen einlegen, damit das Kind Gelegenheit zum Aufstoßen bekommt. Auch nach dem Essen ist es wichtig, dass das Baby aufstößt. Man hält es aufrecht, so dass sein Gesicht über die Schulter des Erwachsenen zeigt und streicht ihm sanft über den Rücken. Nach dem Essen benötigt das Baby Ruhe, damit es verdauen kann.