28 Sätze, die Eltern nie zu ihren Kindern sagen sollten


In der Kommunikation mit den Kindern werden die Eltern oft vor schwierige Aufgaben gestellt. Man möchte Kindern Zusammenhänge erklären, und sie bei Fehlverhalten korrigieren, damit sie lernen, wo ihre Grenzen sind. Natürlich willst Du die Kinder auch gleichzeitig in ihrem Selbstvertrauen stärken und Deine Liebe zum Ausdruck bringen. Oft sagst Du dabei Dinge, die deinerseits weder böse gemeint sind, noch für Dich selbst eine tiefere Bedeutung haben. Bei den Kindern können diese jedoch oft auf ganz andere Weise ankommen und dazu führen, dass sich die Kleinen verletzt und verunsichert fühlen.

In den schlimmsten Fällen werden die Kinder verängstigt und beginnen, an der Zuneigung der geliebten Eltern zu zweifeln, was für Ihre Entwicklung Folgen haben kann. Daher solltest Du mit unüberlegten Bemerkungen, die oft aus Ärger geäußert werden, vorsichtig sein und stets die Kontrolle darüber behalten, was Du zu den Kindern sagst, wie es aus den folgenden Beispielen hervorgeht.

Das sagt man Kindern nicht 

Oft ist es gar nicht einfach, im Umgang mit Kindern die richtigen Worte zu finden. Die folgenden Beispiele sollen verdeutlichen, auf welche Art von Aussagen Deine Kinder auf negative Weise reagieren.

Kritisieren von babyhaftem Verhalten 

Oft Benehmen sich die Kinder nicht Ihrem Alter entsprechend und Du möchtest sie zu vernünftigen Verhalten anhalten. Doch mit den Worten „benimm Dich nicht wie ein Baby" setzt Du die Kleinen unter Druck.

Sei nicht so egoistisch

Kinder sollten ruhig lernen, an sich selbst zu denken, um sich in unterschiedlichen Situationen behaupten zu können. Daher sollte man Egoismus nicht unbedingt kritisieren, sondern vielmehr um Verständnis für andere bitten.

Du bist eine Enttäuschung

Dieser Satz setzt Kinder unter einen hohen Leistungsdruck. Gleichzeitig entziehst Du ihnen damit Motivation, da sie denken, dass sie alles falsch machen und keine Möglichkeit haben, um Deine Anerkennung zu gewinnen.

Du solltest Dich schämen 

Schämen ist für alle Kinder in jedem Alter schädlich, das haben Forscher längst herausgefunden. Doch außerdem können empfindsame Kinder schnell in ein aggressives Verhalten verfallen, wenn sie sich schämen müssen.

Du bist genau wie Mutter/ Vater

Mit diesem Satz übst Du am anderen Elternteil Kritik und untergräbst dessen Autorität. Außerdem verwirrst Du die Kinder, die beide Elternteile als Rollenmodelle ansehen und daher stets bestrebt sind, diese zu imitieren.

Du hast nicht absichtlich geschlagen 

Aggressives Verhalten Deines Kindes solltest Du nicht entschuldigen. Hat Dein Kind ein anderes geschlagen, so steckt selbstverständlich Absicht dahinter und Du solltest Deinem Kind andere, friedliche Methoden zur Konfliktlösung zeigen.

Nimm Dir Mal ein Beispiel 

Andere Kinder als Vorbild hinzustellen führt dazu, dass sich Dein Kind minderwertig fühlt. Du solltest Deinem Kind zu verstehen geben, dass alle Menschen individuelle Stärken und Schwächen haben und Vergleiche vermeiden.

Du solltest wie Dein Bruder sein

Auch dieser Satz ist ein Vergleich und löst bei Deinem Kind Minderwertigkeitsgefühle aus. Die Kinder fühlen, dass Du den Bruder mehr liebst und lehnen den Bruder deswegen letztendlich häufig ab.

Du bist ein kleiner Engel 

Übermäßiges Lob führt dazu, dass Dein Kind späterhin notwendige Kritik schlechter annehmen kann. Da Du bestätigt hast, dass es ein Engel ist, nimmt es an, dass es über jeder Kritik steht.

Du bist besser als andere 

Auch diesen Satz solltest Du vermeiden, denn Dein Kind muss lernen, andere als Ebenbürtige zu betrachten. Nur so kann es die Rechte anderer respektieren und sich in eine soziale Gruppe einfügen.

Es ist ok zu versagen

Auch diesen Satz solltest Du vermeiden. Steht das Kind das nächste Mal in einer Situation, in der Leistung erfordert wird, denkt es an diesen Satz zurück und verliert die Motivation, zu triumphieren.

Du bist ein Idiot

Dieser Satz sollte aus zwei Gründen niemals gesagt werden. Zum einen unterminiert er das Selbstwertgefühl des Kindes und zum anderen zeigt er ihm an, dass der Gebrauch von Schimpfwörtern in Ordnung ist.

Das schaffst Du nicht

Es ist stets wichtig, Deinem Kind Mut zu machen, um sich neuen Projekten und Herausforderungen zu stellen. Mit diesem Satz stempelst Du es schon vor dem Versuch zu einem Versager.

So geht das nicht

Oft gibt es viele Wege, um zu einem Ziel zu gelangen. Deshalb solltest Du Deinen Kindern auch die Möglichkeit lassen, zunächst einmal ihren eigenen Weg auszuprobieren, bevor Du de Ansatz kritisierst.

Nicht „Nein“ sagen können

Lässt Du Dein Kind wissen, dass es Dir unmöglich ist, ihm einen Wunsch abzuschlagen, so wirst Du bald die Kontrolle verlieren und Dein Kind wird versuchen, immer wieder seinen Willen durchzusetzen.

Erziehung auf die alte Art

Viele Eltern möchten ihre Kinder so erziehen, wie sie selbst erzogen wurden. Doch solltest Du bedenken, dass auch die Kindeserziehung den modernen Zeiten angepasst werden muss, um gerecht zu sein.

Ich bin so unglücklich

Kinder müssen fühlen, dass ihre Welt in Ordnung und sicher ist und das ist nicht der Fall, wenn sie Vater oder Mutter unglücklich sehen. Löse Deine Probleme daher nicht vor Deinen Kindern.

Du bist so dumm 

Diese Aussage ist besonders schwerwiegend. Sie wird Deinem Kind für lange Zeit nicht aus dem Kopf gehen und führt dazu, dass es sich vielen gestellten Anforderungen nicht gewachsen fühlt.

Wehr Dich gegen die Bullies

Mit diesem Satz förderst Du einerseits aggressives Verhalten und nimmst andererseits ein schweres Problem auf die leichte Schulter. In einer solchen Auseinandersetzung braucht Dein Kind Deine Hilfe und direkte Unterstützung drngend.

Ich drehe gleich um

Wenn Du mit dem Kind im Auto bist und es verhält sich nicht wunschgemäß, drohe nie, gleich umzudrehen. Damit lässt Du das Kind wissen, dass es Dein Verhalten jederzeit beeinflussen kann.

Mach das mal besser

Du solltest von Deinem Kind nicht stets Perfektionismus verlangen. Muss eine bestimmte Aufgabe wirklich noch einmal verbessert werden, solltest Du den ersten Ansatz dennoch loben und dann zum Verbessern anleiten.

Willst Du fett werden?

Diese Äußerung hat wohl schon so manches Kind in die Magersucht getrieben und sollte daher nie verwendet werden. Achte auf eine gesunde sowie schmackhafte Ernährung ist und kritisiere das Aussehen Deines Kindes nicht.

Ich hab schon mal gekifft

Drogen sind eine der größten Bedrohungen für unsere Kinder. Daher solltest Du nicht andeuten, dass Du selbst Erfahrungen gemacht hast. Das veranlasst die Kinder zu denken, dass es auch für sie ok ist.

Hör auf zu heulen

Weinen ist ein Gefühlsausdruck, der bei emotionellen Problemen Erleichterung schaffen kann. Verbiete Deinem Kind nicht zu weinen, sondern hinterfrage vielmehr die Gründe, warum es sich traurig fühlt und spende Trost und Rat.

Halt endlich den Mund

Den Kindern den Mund zu verbieten, kann manchmal verführerisch sein. Doch solltest Du Deinem Kind generell das Gefühl geben, dass seine Meinung wichtig ist und Du stets bereit bist, ihm zuzuhören.

Sei Deinem Bruder nicht böse 

Wer Dein Kind auf den Bruder oder die Schwester böse ist, solltest Du zunächst den Grund erforschen und den Streit dann schlichten. „Bösesein" kann Dein Kind nicht auf Kommando abschalten.

Mach was Du willst

Dein Kind muss stets Deine feste Führung spüren. Auch wenn Du ihm eine gewisse Entscheidungsfreiheit zugestehst, darf es jedoch nie fühlen, dass es bei seinen Entscheidungen auf sich gestellt ist.

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