13 Schwangerschaftsmythen entlarvt, um allen werdenden Müttern auf ihrem Weg zu helfen.


Mehrere Statistiken haben ergeben, dass von den Paaren, die versuchen ein Kind zu bekommen, nur 30 % im ersten Zyklus schwanger werden 85 % schaffen es innerhalb der ersten zwölf Monate. Andere Paare brauchen jedoch ein paar Jahre und in manchen Fällen sogar medizinische Intervention. Fast jede werdende Mutter wälzt sich durch viele, verschiedene Bücher und sucht im Internet nach Ratgebern. In vielen Fällen hört die Schwangere auch auf veraltete Tricks ihrer Großmutter. Damit will sie sicherstellen, dass das Wohlergehen ihres Babys gesichert ist.

Leider gibt es viele falsche und ungenaue Informationen im Internet, die manchmal sogar schädlich für die Mutter und das ungeborene Kind sein können. Doch welchen Internetseiten kann man vertrauen und welche Ratschläge sollte man besser vermeiden? Wir bei Eltern Mag haben einige populäre „wissenschaftliche" Fakten und Tipps gesammelt, die Schwangere im Internet finden können und wir erklären, warum diese Ratschläge nicht immer befolgt werden sollen.

Breite Hüften erleichtern die Geburt: 

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Breitere Hüften beziehen sich meist auf ein breiteres Illium. Jedoch hat der Abstand zwischen den Beckenkammern nichts mit der Größe des Geburtskanals zu tun. Es zählt nur die Form des runden Lochs in der Mitte des Beckens. Sowas nennt man Beckeneinlauf und es ist gleich, ob eine Frau eine breite oder schmale Hüfte hat.

Bestimmt die Bauchgröße das Geschlecht? 

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Es wäre sehr praktisch, das Geschlecht eines Babys auf diese Weise zu identifizieren, aber leider ist es nicht so einfach. Es gibt zwei Dinge, die die Form und Größe des Bauches einer schwangeren Frau beeinflussen können: die Größe des Fötus und seine Position im Mutterleib.

Ultraschalluntersuchungen schaden dem Baby: 

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Es gibt keine wissenschaftlichen Beweise dafür, dass eine ordnungsgemäß durchgeführte pränatale Ultraschalluntersuchung eine Mutter oder ihr ungeborenes Kind schädigen kann. Ein Ultraschall verwendet hochfrequente Schallwellen, die vom Baby abprallen, um ein Bild zu erzeugen. Aber die Intensität dieser Wellen ist sehr gering und das Verfahren ist ziemlich schnell.

Am Bauch liegen verboten? 

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Das Baby ist tief in der Gebärmutter geschützt und verborgen. Eine schwangere Frau kann auf dem Bauch liegen und schlafen, solange es für sie bequem ist. Wenn es sich für die werdende Mutter richtig anfühlt, wird dem Baby nicht geschehen und die Schwangere kann beruhigt schlafen.

Darf man joggen? 

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Schwanger zu sein bedeutet nicht, dass man mit dem Laufen aufhören sollte. Das Laufen sollte nur dann vermieden werden, wenn die Schwangere Komplikationen wie erhöhten Blutdruck hat oder man es einfach nicht gewohnt ist, viel zu laufen. Solange die Schwangere sich beim Joggen wohlfühlt, ist nichts dagegen einzuwenden.

Morgendliche Übelkeit: 

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Die morgendliche Übelkeit ist das häufigste Symptom in der Schwangerschaft. Bis zu 80 % der Schwangeren leiden unter diesem Problem, nur bei 2 % tritt diese Übelkeit am Morgen auf. In den meisten Fällen vergeht die Übelkeit nach dem ersten Trimester, manche Schwangere leiden jedoch bis zur Geburt des Kindes darunter.

Hände niemals über den Kopf? 

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Wenn Sie Ihre Hände heben, kann sich die Nabelschnur nicht um den Hals Ihres Babys wickeln. Die Wahrheit ist, dass Ihre Bewegungen keinen Einfluss auf die Nabelschnur haben können. Außerdem werden viele Babys mit einer um den Hals geschlungenen Nabelschnur geboren, er Arzt entfernt sie normalerweise mit einem kurzen Handgriff.

Katzen sollten gemieden werden: 

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Katzen können eine seltene Krankheit haben, die als Toxoplasmose bekannt ist. Sie verursacht Geburtsfehler bei Kindern. Das bedeutet aber nicht, dass man das geliebte Haustier weggeben muss. Jedoch wird geraten, die Katzentoilette in der Schwangerschaft nicht zu reinigen oder zumindest Einweghandschuhe zu tragen und sich anschließend gründlich die Hände zu waschen.

Schwangerschaft ist die glücklichste Zeit: 

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Viele Menschen denken, dass die Schwangerschaft die schönste Zeit im Leben einer Frau ist, aber viele schwangere Frauen erleben Stress und Angst. Circa ein Viertel der Frauen kämpft in dieser Zeit sogar mit Depressionen.

Nur ein Schluck: 

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Wenn eine schwangere Frau ein Glas Wein trinkt, dann trinkt das Baby mit. Der Alkohol geht ungehindert durch die Plazenta. Während der Schwangerschaft zu trinken, erhöht das Risiko, dass das Baby körperlich oder geistig geschädigt wird. Es gibt keine sichere Menge an Alkohol und es ist besser, während der Schwangerschaft darauf zu verzichten.

Gewichtsverlust nach der Geburt: 

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Dieses Gewicht ist eine Kombination aus dem Gewicht des Babys, der wachsenden Gebärmutter, der Plazenta und einem erhöhten Flüssigkeits- und Blutvolumen. Direkt nach der Geburt verliert die Frau nur das Gewicht des Babys, des Fruchtwassers und der Plazenta. Das was bleibt, ist das zusätzliche Fett, dass die Schwangere zu sich nimmt.

Ein Kaiserschnitt ist einfach: 

Viele schwangere Frauen wünschen sich einen Kaiserschnitt, auch wenn keine medizinischen Gründe dafür sprechen. Das geschieht, weil viele Frauen glauben, dass ein Kaiserschnitt weniger schmerzhaft ist als eine normale Geburt, doch er ist nach der Entbindung sehr schmerzhaft und es können auch Komplikationen entstehen.

Der Fötus nimmt nichts wahr: 

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Ärzte wissen seit Kurzem, dass ein Baby Geräusche wahrnehmen kann, insbesondere die Stimme der Mutter. Des Weiteren können sie Licht außerhalb des Bauches sehen und sich wegdrehen, wenn es ihnen zu hell ist. Sogar das Essen können sie schmecken, indem sie an der Plazenta lecken.

Man sollte nicht all den Ratschlägen Glauben schenken, die man online liest oder auf die gutgemeinten Worte seiner Großmutter hören, außer sie ist die Geburtshelferin.