Erziehung

Erwachsene, die als Kinder emotionalen Missbrauch erfahren haben, tendieren vermutlich zu folgendem Verhalten

Sogar im Erwachsenenalter kann es nachhaltige Auswirkungen haben, wie man als Kind behandelt worden ist. Emotionaler Missbrauch in der Kindheit kann verheerende Folgen mit sich ziehen und genauso traumatische Auswirkungen (wenn nicht noch schlimmere) haben wie zum Beispiel physische Gewalt. Diese Art von Trauma kann mit dir bleiben und dich für dein Leben prägen, da unsere Kindheitserfahrungen die Grundbausteine zu unserer eigenen Lebenseinstellung und Selbstwahrnehmung sind. Jemand, der in seiner Kindheit emotionalen Missbrauch erfahren hat, wird sich anders verhalten, als jemand, der niemals einen ähnlichen Missbrauch erfahren hat. Dies kann sogar deine Fähigkeit, sinnvolle Beziehungen zu Menschen in deinem Leben aufzubauen, beeinflussen.

Wenn du emotionalen Missbrauch schon früh erfahren hast, ist es wahrscheinlich, dass du dich in den folgenden Verhaltensweisen wieder erkennst. Oft unterdrücken wir schmerzvolle Erinnerungen, weshalb du dir vielleicht nicht bewusst darüber bist, dass du auf Grund eines Kindheitstraumas heraus agierst, bis du dir darüber im Klaren bist, dass es Verhaltensweisen gibt, die sehr typisch für Erwachsene sind, die als Kinder emotionalen Missbrauch erfahren haben. Hier kannst du über einige Anzeichen dafür lesen, die darauf hindeuten können, dass du als Kind emotionalen Missbrauch erfahren hast :

Du hältst Ärger zurück:

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Menschen, die wie du emotionalen Missbrauch erfahren haben, wissen oft nicht wie sie mit Gefühlen von Ärger und Trauer umgehen können. Sie wissen nicht, wie sie ihre Emotionen gesund handhaben sollen oder wie sie diese vernünftig auslassen können, weshalb sie diese Gefühle oft so lange in sich zurückhalten, bis diese überschwappen.

Nicht für dich selbst einstehen:

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Wenn du als Kind emotional missbraucht worden bist, kannst du als Erwachsener oft mit der Schwierigkeit konfrontiert sein, für dich nicht selbst einstehen zu können. Du scheust dich davor auf eigene Weise zu handeln und vermeidest jeden Konflikt mit allen Mitteln, da du nicht weißt, wie du dich selbst behaupten kannst.

Du schmeichelst anderen:

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Wenn du dazu erzogen worden bist, dich davor zu fürchten jemanden zu verärgern, wächst du möglicherweise mit dem Bedürfnis auf, alles in deiner Macht zu unternehmen, um jeder Person in deinem Umfeld gefällig zu sein, manchmal sogar auf Kosten deiner eigenen Bedürfnisse und Wünsche.

Du leidest unter Angstzuständen oder Depression:

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Auf Grund all deiner aufgestauten Emotionen und deiner unterdrückten Gefühle, leidest du, wenn du als Kind mit emotionalem Missbrauch zu tun hattest, oft auch unter Angstzuständen und Depression, ohne genau zu wissen was deren Ursache ist und wodurch diese ausgelöst werden.

Du bist extrem schüchtern:

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Weil Menschen wie du, die diese Art des Missbrauchs erfahren haben, daran gewöhnt sind ihre Meinung nicht zu äußern, um keine Autorität zu verärgern, wachsen sie damit heran, es schwierig zu finden, andere anzusprechen, haben Probleme mit neuen Leuten in Kontakt zu treten und neue Beziehungen zu knüpfen.

Du gibst dir selbst die Schuld:

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Egal ob selbst verschuldet oder nicht, wenn du emotionalen Missbrauch durchmachen musstest, wirst du immer zuerst die Schuld bei dir suchen und dich fortwährend davor fürchten, Fehler zu begehen. Das kann dazu führen, dass du Angst davor hast, Risiken einzugehen, oder das zu machen, was du eigentlich willst.

Du schüchterst dich selbst ein:

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Wenn du emotionalen Missbrauch erfahren hast, ist es möglich, dass du dich dir selbst gegenüber genau so ausdrückst, wie dein Missbraucher sich vorher schon dir gegenüber ausgedrückt hat. Das bedeutet, dass sogar wenn sich diese Person nicht mehr in deinem Leben befindet, du dort weitermachst, wo sie aufgehört hat.

Du verlangst nach Bestätigung:

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Wenn du als Kind emotional missbraucht worden bist, sehnst du dich oft nach Bestätigung von Außen und es muss dir stetig jemand sagen, dass du ausgezeichnete Arbeit leistest. Du bist nicht dazu im Stande dir selbst Bestätigung zu geben, da es sich immer so anfühlt als wäre nichts, was du tust gut genug.

Wenn du dich durch die Verhaltensweisen in den oben genannten Punkten angesprochen fühlst, und du glaubst, dass dieser Artikel auch anderen weiterhelfen kann, sich ihrer Situation bewusst zu werden, bitte teile diesen Artikel.

Zündstoff für Geschwisterrivalität - Wissenschaftler fanden heraus: Das Zweitgeborene entwickelt eher kriminelle Energie

Eine aktuelle Studie kam zu dem Ergebnis, dass jüngere Geschwisterkinder eher dazu tendieren, Ärger in der Schule zu bekommen oder später im Leben in Konflikte mit dem Gesetz zu geraten: Eine Erkenntnis, die sich für Erstgeborene erfreulicher anhört.

Der Zusammenhang von Geburtszeitpunkt und Kriminalität

Warum also wirkt sich der Geburtsrang auf die Wahrscheinlichkeit aus, in kriminalistischer Hinsicht auffällig zu werden? Die Autoren der Studie stellen die folgende Hypothese auf. Demnach erhielten Zweitgeborene weniger Aufmerksamkeit von ihren Eltern. Diese seien ermüdet, ihr Blick richte sich nicht mehr mit derselben Wachheit auf den Zögling.


Manche jüngere Geschwister fühlten sich vernachlässigt. Aus Sehnsucht nach Zuneigung spielten sie sich auf, um den Fokus auf sich zu lenken. Die Autoren fanden außerdem heraus, dass Eltern sich für das erste Kind eher frei nehmen von der Erwerbsarbeit. Für das zweite Kind ließen sie sich vergleichsweise weniger Elternzeit. Zwei jüngere Geschwister konkurrierten gemäß dieser These nicht nur gegen das Erstgeborene, sondern zudem gegen die Karriere und andere Pflichten.

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Fakt ist, dass dem ersten Kind die ungeteilte Aufmerksamkeit der Eltern zukommt, sofern diese nicht auf Arbeit sind, im Haushalt arbeiten oder sich sonst wie anderweitig beschäftigen, sondern sich dem Kind widmen. Bei den jüngeren Geschwistern sieht es schon anders aus. Nun sind es bereits zwei Kinder, auf die sich die Zuneigung der Eltern während der Familienzeit aufteilen muss.

Verwandtes Thema: Warum Erstgeborene klüger sind als ihre Geschwister

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Forscher des MIT, des Nordwestens und der Universität von Florida (sowie einige andere) folgten tausenden Brüdern in Europa und dem Staate Florida - in zwei ähnlichen Kulturen also, die aber nicht nur geographische Unterschiede aufweisen.

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Darüber hinaus sagten die Autoren der Studie aus, dass Zweitgeborene eher auffällig würden, weil sie ihre älteren Geschwister bewunderten, ihnen nacheifern und ihnen imponieren wollten. Wohingegen Erstgeborene sich weniger an den eigenen jüngeren Geschwisterkindern, sondern eher an Erwachsenen orientierten. Sie suchten sich ihre Vorbilder ebenfalls in höheren Altersklassen, aber eben weniger innerhalb der Familie als in der Welt.

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In anderen Worten: Das älteste Kind verbringt mehr Zeit in der Nähe von Erwachsenen, während es sich entwickelt. Dies führt dazu, dass es schneller reife Verhaltensweisen übernimmt und sich verständiger in die Welt der Erwachsenen einfügt, während das jüngere unfreiwillig aneckt und durch unpassende Angewohnheiten Unmut erregt.

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Das Zweitgeborene, auf der anderen Seite, beobachtet und imitiert eher Kleinkinder oder Schulkinder. Diese verhalten sich grundsätzlich eher egozentrisch, unüberlegt, triebgesteuert und impulsiv.

Es überrascht nicht, dass frühere Studien einen Intelligenzvorsprung älterer Kinder gegenüber den jüngeren belegen. Der Grund liegt auf der Hand: Eltern verbringen natürlicherweise mehr Zeit alleine mit ihrem erstgeborenen Kind und schenken ihm ungeteilte Aufmerksamkeit.

Verlieren Eltern ihren Enthusiasmus nach dem ersten Kind?

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Viele Eltern in der Studie gaben zu, dass sie weniger enthusiastisch waren als es darum ging, sich in Tätigkeiten mit dem zweiten Kind zu involvieren. Um welche bereichernden Aktivitäten es sich handelt, fragst du? Na ja, Gute-Nach-Geschichten, bauen, experimentieren, Rollenspiele, verkleiden, Handarbeiten, Musikinstrumente spielen, malen, basteln - exakt solche Beschäftigungen, welche die Intelligenz schulen und die geistigen Fähigkeiten fördern.

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Darauf basierend gaben Mütter zu, während nachfolgender Schwangerschaften das strenge Regiment der ersten Schwangerschaft zu lockern. In anderen Worten hätten sie es sich gestattet, kulinarischen Gelüsten nachzugeben, Alkohol zu trinken und Zigaretten zu rauchen. Diese Entscheidungen könnten ebenfalls dazu beitragen, dass den so geborenen Kindern weniger Lebenschancen offen stehen.

Doch bevor wir in Panik verfallen, gibt es jetzt ein paar gute Nachrichten.

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Der Korrespondent der sozialen Wissenschaften des nationalen öffentlichen Radiosenders mit Schwerpunkt auf der Erforschung menschlichen Verhaltens Shankar Vedantam versicherte den Zuhörern, dass die Gerüchte über das Straffälligkeitsrisiko von Zweitgeborenen keinen Anlass zur Sorge böten. Selbst wenn Studien zeigen, dass Zuwachsraten in der Wahrscheinlichkeit für armseliges Verhalten, Entscheidungen und Konsequenzen bei 25 bis 40 % liegen, bleiben die Zahlen in einem übersichtlichen Bereich.

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Allein eine Minderheit von Kindern, also etwa eines von zehn oder zwanzig, verfängt sich in ernsthaften Schwierigkeiten. Aber Doyle, der Autor der Studie sagt, dass unter diesen Kindern die Unterschiede zwischen den Erst- und Zweitgeborenen signifikant sind.

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Was denkst du? Meinst du, dass das ältere das jüngere Kind beeinflusst, riskantere Entscheidungen zu treffen? Machst du dir manchmal Sorgen, dass dein Zweitgeborenes nicht so viel Aufmerksamkeit erhält wie dein erstes Kind? Ist dir schon aufgefallen, dass dein jüngeres Kind eher rebelliert und Unfug treibt als dein Älteres?